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Handballtorwart

Der Handballtorwart – ein Einzelkämpfer im Handballsport

Die herausragende Stellung eines Torwarts im Handballsport kann nicht häufig genug betont werden. Es kommt nicht selten vor, dass nicht die bessere Mannschaft ein Spiel gewinnt, sondern die Mannschaft das Spiel entscheidet, die den besseren Torwart zwischen den Pfosten hat.

"Ein guter Torwart ist die halbe Miete!"
 
Daher sollte das Torwarttraining einen großen Stellenwert in der Trainingsplanung einnehmen und auch viel mehr forciert werden. Separate Trainingseinheiten mit Torhütern sind nur zu empfehlen.
 
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Anforderungen an einen Handballtorwart
 
Grundvoraussetzung - Basics
Keine Angst vor dem Ball und dem Wurf, kein Wegdrehen des Körpers zum Schutz, keine Angst vor Schmerzen.
Ein Handballtorwart darf die Augen während des Wurfes nicht verschließen. Inwieweit ein Torwart seine Augen offen hält, ist sehr leicht an Trickwürfen zu erkennen. Keine Körperreaktion auf Heber oder Leger lässt den Schluss zu, dass der Torwart die Augen beim Wurf schließt. Leider sind solche Spieler für das Tor gänzlich ungeeignet.
 
Eine solide räumliche Orientierung ist Grundvoraussetzung für einen Torwart. Ein gutes Stellungsspiel gepaart mit guten Reflexen und einer ausgeprägten Bewegungs- und Reaktionsschnelligkeit zeichnet einen guten Handballtorwart aus. Ein Torwart sollte eine  überdurchschnittliche Beweglichkeit vorweisen..
 
 Handball-Torwart Bianca Bötsch TV Helmbrechts
                                                     Bianca Bötsch, TV Helmbrechts
Torwart-Technik
Die Hände werden mindestens auf Schulterhöhe gehalten. Die Bewegung der Arme von oben nach unten ist wesentlich schneller als von unten nach oben! Daher macht es nur Sinn, die Hände auf Schulter- oder Kopfhöhe  zu halten.
Keine Überkreuzbewegungen der Beine oder Hände im Tor, die Bewegung im Tor erfolgt mit kleinen schnellen Sidesteps.
 
Für erfolgreiche Tempogegenstöße sollte ein Torwart in der Lage sein einen Ball präzise über das ganze Spielfeld zu passen. Ein Torwart sollte quasi Quaterback-Qualitäten besitzen – den Mut einen Pass zu spielen und die Gegenstoß-Situation schnell und genau zu analysieren. Wo steht die Abwehr, welchen Mitspieler kann ich am erfolgreichsten zum Tempogegenstoss anspielen.
 
Technikschulung: Einen Hampelmann, einen einbeinigen Hampelmann, Torwartfinten oder einen Einbeinwechselsprung sollte das Standardrepetoir eines jedem Torwarts sein. Bei allen Abwehrsprungbewegungen nach vorne sollte der Torwart zum Schutz das Kinn nach unten führen. Es gibt nichts Unangenehmeres für einen Torwart als einen Kopftreffer direkt unter das Kinn oder im unteren Nasenbereich.
 
Untypische Torwartbewegungen und -techniken sollten vom Trainer nicht grundsätzlich korrigiert werden. Die Feldspieler sind in der Regel auf typische Torwartbewegungen konditioniert, gerade untypische Torwartbewegungen stellen viele Werfer vor eine Herausforderung.
 
 
Handball-Torhüterin Bianca Bötsch in AKtion
Torwart-Taktik
Bei Ballgewinn nach einem abgewerten Wurf durch einen Mitspieler, bietet sich der Torwart schnell im Spielfeld als mögliche Anspielstation an.
Der Torwart muss mit allen Mitteln versuchen einen geblockten Ball, der Richtung Grundlinie geht, zu berühren bzw. zu erreichen.
Um das Spiel schnell zu gestalten, muss der Torwart in der Lage sein schnell den Ball ins Spiel zu bringen.
Für einen Torwart ist das Lesen von Würfen und die Auswertung der protokollierten Wurfbilder der gegnerischen Spieler häufig der Schlüssel zum Erfolg.
Musterprotokolle für Wurfbilder finden Sie hier.
Das Lesen von Würfen bedarf jahrelanger Erfahrung, kleinste Details im Wurf können dem Torwart wichtige Information zum Wurf geben. Die Wurfecke kann zum Beispiel häufig durch durch die Stellung der Schulter oder durch die Anlauf- und Sprungrichtung erahnt werden. Des Weiteren verraten viele Spieler häufig ihr Wurfeck durch die Blickrichtung der Augen.  Torhüter zeigen in der Regel erst im fortgeschrittenen Alter (30-35 Jahre) eine ausgeprägte Fähigkeit Würfe zu antizipieren, nicht umsonst werden die Begriffe Erfahrung und Routine in Verbindung mit dem Torwart erwähnt.
Die Wurfwahrscheinlichkeiten können für einen Torwart ebenfalls von Bedeutung sein. Zum Beispiel: dreht sich der Kreisläufer gegen den Wurfarm, dann wirft er mit hoher Wahrscheinlichkeit kurz. Der erste 7m wird am häufigsten auf Wurfarmseite und unten geworfen. Diese Regeln haben in höheren Spielklassen deutlich weniger Bedeutung als im mittleren und unteren Leistungsbereich.
 
Zusammenspiel Block – Torwart
Die gängigste Absprache zwischen Torwart und dem Blockspiel ist: die Abwehrspieler blocken die Wurfarmseite, der Torhüter sichert die andere Seite, die Gegenwurfarmseite
Einige Trainer verfolgen einen freien Ansatz. Nicht immer kann der Abwehrspieler einen korrekten Block stellen. Daher soll ein Torwart erkennen, welches Eck die Abwehr blockt, die andere gehört dem Torwart. Voraussetzung ist natürlich, dass die Abwehr eine Seite blockt!
 
Tempogegenstoß abfangen - Offensivspiel des Torwarts
Das Abfangen von Tempogegenstößen durch den Torwart wird aufgrund der vorhersehbaren Verletzungsgefahr für den Angreifer kontrovers diskutiert. Wie zum Beispiel bei der Verletzung des THW Kiel Spielers Johan Petterson, der Schwede prallte 2001 mit dem Gummersbacher Torhüter Jan Stankiewicz zusammen und schwebte kurzzeitig durch Verschlucken der Zunge in Lebensgefahr.
Aus der taktisch-statistischen Sichtweise spricht alles dafür, dass sich ein Torwart am aktiven Abfangen des Balles beteiligen soll. Die Wahrscheinlichkeit ist größer, dass der Tempogegenstoß verwandelt wird, als ein direktes Torwarttor über 35 Meter. Das Ballabfangen seitens des Torwarts sollte fair und mit Rücksichtnahme auf den Angreifer erfolgen. Ein Zusammenprall im vollen Sprint kann für beide schlimme Verletzungen zu Folge haben. 
Regeleränderung bzw. genaue Erläuterung ab der Saison 2010. Verursacht der Torwart bei einem Gegenstoß den Zusammenprall mit dem Gegenstoßspieler, d.h. der TW bewegt sich auf den Angreifer zu, ist er zu disqualifizieren. Begründung: Nur der Torwart kann diese gefährliche Situation überblicken und vermeiden, denn genau im Moment einer möglichen Ballannahme wird der Angreifer nach hinten schauen und den Torwart gar nicht wahrnehmen. Steht der Torwart jedoch deutlich vorher, ist bei Kontakt durch den Angreifer auf Stürmerfoul zu entscheiden.

Team
 
Ein guter Torwart muss die Abwehr führen und unterstützen.
Ein Torwart sollte immer hochmotiviert sein und den Kopf nie hängenlassen.
 
 
Bianca Boetsch Handballtorwart Jubel.jpg 
 
 
Typische Handballtorwart-Verletzungen:
„Handball-Torwartellbogen-Syndrom“ – ellenseitige Kapselbandläsion
Mehr als 30% aller Handballtorhüter klagen über Probleme im Ellbogenbereich. Diese Probleme im Ellbogen resultieren aus wiederholten extremen Überstreckungen des Ellbogengelenks. Torhüter sollten daher angehalten werden, Würfe aus dem Rückraum gezielt mit beiden Händen zu parieren. Aus der Nahwurfzone kann man in seltensten Fällen beidhändig die Bälle halten. Wir empfehlen den Torhütern das Tragen einer Ellbogenbandage.

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